Donnerstag, 10. August 2017

Ich lass dich gehen. Lass mich nicht gehen.

Es ist lange her, dass ich etwas geschrieben habe.
Mir hat einfach die Zeit gefehlt. Die Inspiration. Ich war so einfallslos. So leer gefegt. Und ich frage mich, wer das hier überhaupt liest. Ich möchte Menschen berühren mit meinen Worten. Etwas in Ihnen auslösen. Ich denke daher habe ich mit dem Schreiben begonnen. Ich habe es schon immer geliebt mir Geschichten auszudenken. Zu fantasieren und zu träumen. Etwas zu erschaffen. Etwas das allein aus meinen Worten und Gedanken entsteht. Etwas von mir für euch. Wer immer ihr auch sein mögt. Seit der Roman fertig ist, habe ich nichts mehr nennenswertes geschrieben. Irgendwie wusste ich nicht was. Mir fehlt die Prise Kreativität. Der Funken Ideenreichtum. Und doch habe ich noch so viel zu erzählen. Die Personen meiner Geschichte sind ein Teil von mir (geworden) und immer noch lebendig. So wird es vielleicht Zeit diesem Blog seinen Sinn zurück zu geben: Nämlich euch über mein Buch zu berichten. Bis jetzt habe ich ja nur immer hier und da ein paar Infos eingestreut ohne wirklichen Zusammenhang.

Ich habe von Pierre erzählt und von Luise. Von Frenzel und Laurentin und von Antoniette. Damit hätten wir auch schon die wichtigsten Personen beisammen. Hauptsächlich geht es natürlich um Luise und Antoniette. Die beiden sind Mutter und Tochter und erzählen immer in wechselnder Ich-Perspektive aus ihrem Leben. Es fängt alles in Paris an. Luise ist 21 und floh aus einem kleinen bayrischen Dorf nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Liebhaber nach Frankreich. Wo sie auch prompt von ihm zurückgelassen wird. Wovor sie geflohen ist? Nach dem Tod ihrer Mutter herrschte eisiges Schweigen in dem sonst so lebhaften, alten Haus in Dreibirken, einem kleinen, fiktiven Dorf in der Nähe von München. Wo früher Musik dudelte und gute Stimmung herrschte ist nun Stille und Einsamkeit eingekehrt. Luise hält es nicht mehr aus. Schon seit geraumer Zeit hat sie eine Affäre mit einem Referendar an ihrer Schule und nach dem Abiball reißen die Beiden aus. Es ist ein kurzes Intermezzo, denn als sie eines morgens im Hotelzimmer erwacht ist der junge Mann fort. Mit Geld, Auto und Zahnbürste. 
Gott sei Dank hat sie einen Anhaltspunkt. Eine alte Freundin ihrer Mutter betreibt eine Konditorei in Paris nahe der Sacre Coeur. Deren Sohn holt sie in einem Jeep ab und bringt sie nach Paris. Sein jüngerer Bruder wird ihre große Liebe und es kommt wie es kommen muss. Sie wird schwanger. Pierre, der Vater ist überfordert und lässt die junge Mutter im Stich. Erst 16 Jahre später sollen sie sich wiedersehen. 
Nun kommt die zweite Erzähl Instanz ins Spiel. Antoniette berichtet von ihrer Kindheit, der problematischen Beziehung mit ihrer Mutter und der innigen Freundschaft mit den Zwillingen Laurentin und Frenzel. 
Ihr widerfährt ein ähnliches Schicksal wie das ihrer Mutter. Nach einem One Night Stand wird auch sie schwanger und so wird ihr junges Leben auf eine harte Probe gestellt. Der Vater will- genau wie Pierre- nichts mehr mit ihr zu tun haben. Trotz alle dem entschließt sie sich das Kind zu behalten. Die Sache hat jedoch ein Gutes: Luise beschließt nach der Geburt ihres Enkelsohnes, Pierre von dessen Existenz zu berichten und so kehrt der, inzwischen erfolgreiche Künstler, in das Leben der beiden Frauen zurück...

So weit, so gut. Ich hoffe euch hat die kleine Exkursion in die Welt meines Buches gefallen. Vielleicht veröffentliche ich ja schon bald mal einen kleinen Ausschnitt daraus. Lasst mich wissen, ob ihr Interesse darin hättet.

Alles Liebe,

eure Missmonroelove.